Ein informierter Käufer wird die Geschichte deines Autos prüfen, bevor er kauft. Wer das selbst vorher tut und die Ergebnisse teilt, schafft sofort Vertrauen und beschleunigt den Verkauf.
§57a-Begutachtungsprotokoll: die österreichische Prüfhistorie
- Was es zeigt: Das Begutachtungsprotokoll (Pickerl-Protokoll) dokumentiert alle bisherigen §57a-Begutachtungen — geprüfte Systeme, festgestellte Mängel und Kilometerstand zum Zeitpunkt der Begutachtung.
- Kilometerstand-Konsistenz: Stimmt der Kilometerstand bei jeder Begutachtung mit einer plausiblen Fahrleistung überein? Unstimmigkeiten sind ein Warnsignal.
- Zum Download: Ältere Protokolle bekommst du beim ÖAMTC, ARBÖ oder beim Prüfstützpunkt, bei dem das Fahrzeug begutachtet wurde.
ÖAMTC und ARBÖ: Fahrzeugcheck vor dem Verkauf
- Technische Überprüfung: Sowohl ÖAMTC als auch ARBÖ bieten unabhängige Fahrzeugchecks an. Ein offizielles ÖAMTC- oder ARBÖ-Prüfprotokoll kurz vor dem Verkauf gibt dem Käufer Sicherheit und kann den Verhandlungsspielraum reduzieren.
- VIN-Abfrage: Über die VIN (Fahrgestellnummer) kann der ÖAMTC auch grundlegende Fahrzeugdaten abfragen.
carVertical und private Fahrzeughistorienberichte
- carVertical (ca. €10–20): Europäischer Service für Fahrzeughistorienberichte — zeigt Unfallregistrierungen aus Versicherungsdatenbanken, Kilometerstände aus verschiedenen Quellen und Daten aus anderen EU-Ländern.
- Warum als Verkäufer sinnvoll: Ein sauberer carVertical-Bericht im Inserat beschleunigt die Entscheidung des Käufers und macht dich von Mitanbietern ohne Transparenz abhängig.
- Unfälle: Reparierte Unfälle, die du kennst, immer im Kaufvertrag angeben — arglistiges Verschweigen kann zur Anfechtung führen.
Checkliste vor der Veröffentlichung des Inserats
- Prüfe §57a-Protokolle auf Kilometerstand-Konsistenz.
- Stelle sicher, dass das Pickerl gültig ist oder lass eine neue Begutachtung durchführen.
- Sammle alle Wartungsrechnungen und Reparaturbelege.
- Bei bekannten reparierten Unfällen: Werkstattrechnungen beilegen und transparent kommunizieren.